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Die Ukraine

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Die Ukrainer sind eine vollkommen selbständige slawische Nation. Ihre Sprache ist von der russischen und polnischen ziemlich verschieden. Der ukrainische Bauer zeichnet sich durch sein solides und ernstes Auftreten aus. Neben dem beweglichen Polen und dem rührigen Russen ist der Ukrainer langsam.

Die Ukraine erstreckt sich zwischen dem Kaukasus und den Karpaten. Die Bewohner sind seit 988 griechisch-orthodox, aber ihre Kirche ist gewissermaßen eine Nationalkirche. Die ukrainische Sprache wurde vom Zaren Peter „dem Großen“ im Jahre 1720 als Literatursprache verboten. Und die Zarin, Katherina die II, hatte die Sprache überhaupt aus dem öffentlichen Leben verbannt und mit Gewalt die Autonomie der Ukraine vernichtet. Auch hat sie dafür gesorgt, dass der Name „Ukraine“ abgeschafft wurde. Sie hat sie dafür „Kleinrussland“ genannt.

Alle Selbständigkeits-Bestrebungen der Ukraine wurden im 19. Jahrhundert unterdrückt. Sie wurde aber noch einmal von 1917 bis 1920 ein selbständiger Staat. Dann wurde die Ukraine auch von den Bolschewiken eingenommen und der Sowjetunion angeschlossen. An Polen fiel der westliche Teil der Ukraine und der östliche – zu Russland. Jetzt ist die Ukraine ein Teilstaat der Sowjetunion, die Grenze führt durch Mittel-Wolhynien.

Die Kolonisierung der Deutschen in der südlichen Ukraine begann schon im 17. und Anfang des 18. Jahrhunderts unter Katherina II, die eine deutsche Prinzessin war. Sie siedelten sich meist als Kolonisten an, waren aber auch in den Städten als Beamte, Ingenieure, Geschäftsleute und Ärzte tätig. In Wolhynien und der Ukraine war eine Hungersnot nicht denkbar. Aber weil über das ausgeraubte, vernichtete und ruinierte Land im Jahre 1921 eine noch nie dagewesene Dürre kam, die ganze Bezirke und Gebiete heimsuchte, wurde das Getreide so verbrannt, dass man kaum unterscheiden konnte, was Weizen oder Mais war. Die Bevölkerung wurde durch die übermäßige Getreideabgabe in den Jahren 1920-1921 aller Vorräte beraubt. So war die Hungersnot unvermeidlich. Wie das „Ukrainische Rote Kreuz“ in einem Artikel von Dr. J. Cholodny berichtete, sind im Jahre 1920 an Flecktyphus, Hungertyphus, Unterleibstyphus, Cholera, Diphteritus und Rückfalltyphus 1.101.927 Menschen erkrankt. In den ersten Monaten des Jahres 1921 starben 548.000, und in den letzten zwei Monaten des Jahres 1921 45.610 Menschen.

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Autoren

Berry, Robert Lee
Byrum, Enoch Edwin
Doberstein, Robert
Dorn, Käthe
Ebel, Wilhelm
Finney, C.G.
Forrest, F.E.
Girke, R.
Hägele, Edmund
Helffenstein, Jakob
Hoss, Heinz
Krebs, Josef
Lange, Paul
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McKoy, J.S.
Moderson, Ernst
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