Es ist ein Weg, den sein heiliger Fuß einst selbst betrat. Wenn er auch nicht eben scheint, so ist er doch vom ihm geebnet und gebahnt, und das ist uns genug. Es ist auch kein fremder Weg, denn wir finden überall seine Fußtapfen. In Schwierigkeiten, in der Familie, in der Welt, in Armut und Niedrigkeit – überall finden wir seine Fußtritte. Er ist vertraut mit allen unseren Wegen (Ps. 139). „Denn worin er selbst gelitten hat und versucht worden ist, kann er helfen denen, die versucht werden“ (Hebr. 2:18). Auf diesem Weg klagt man nicht mehr: „Ich werde nicht verstanden! Ich werde falsch beurteilt!“ Er, unser Hohepriester, versteht uns, und das ist uns genug. Das Schaf begehrt von niemand anderem gekannt und verstanden zu werden, als von seinem Hirten. Wenn wir begehren dem Lamm zu folgen, steht uns nichts mehr im Weg. Was wir bedürfen, um den Sterbensweg zu gehen, lässt uns jedermann gern haben. Wenn wir begehren dem Lamm nachzufolgen, werden unsere Pfade überall eben sein; denn um dem eigenen Wesen und Ich zu sterben, hat man auf jedem Weg und jedem Plätzlein genug Gelegenheiten. Man findet, was man sucht, und es geht immer gut – das ist ja das Glück.
Wer dem Lamm folgt, hat den eigenen Willen, den eigenen Weg ein für allemal aufgegeben. Alle seine Interessen sind untergegangen in Jesu Licht. Er erlaubt seinem Hirten, ihm seine eigene Wege zu durchkreuzen. Und wer das eigene Leben verurteilt hat, der kann es bei anderen tragen mit Geduld. Auf diesem Weg stößt man sich nicht an anderen, denn man hat den vor Augen, der getragen hat mit Geduld. Wer dem Lamm folgt, kann nicht erwarten, von allen verstanden zu werden. Es gibt Wege, die das Kind Gottes mit Gott allein gehen muss.