Jesus diente uns mit seinen Worten. Er diente uns mit seinem heiligen Leben, aber er diente uns auch als Lamm. Als Weizenkorn, das sich in die Erde legen ließ, bereit zu sterben, brachte er viel Frucht. Durch Leiden vollkommen gemacht und mit Leiden des Todes gekrönt, führte er viele Seelen zur Herrlichkeit (Hebr. 2). Als sterbendes Lamm wurde er ein vollkommener Heiland; ohne die Leiden des Todes wäre er es nicht gewesen. Er war ein Prophet, mächtig in Taten und Worten, wie die Emmausjünger sagten. Nur als Lamm konnte Jesus dienen und erlösen. Darum sandte Jesus seine Jünger aus als Lämmer. Ein Schaf lässt sich das Seinige nehmen, ohne den Mund aufzutun.
Nur wo Leben von oben ist und dieses Leben im Licht gelebt wird, kann göttliche Frucht ausreifen. Und nach Joh. 6:47-59 ist nur da ewiges Leben, wo man auf die Todesgemeinschaft mit dem Lamm Gottes eingegangen ist. Das ist der größte Sieg für den Herrn, wenn er Seelen findet, die dem Fleisch abgestorben sind und für ihn leben. Aber Christi Leben können nur die offenbar machen, die mit ihm gestorben sind und deren Leben verborgen ist mit Christus in Gott (Kol. 3:3). In Jes. 53:11 ist von dem Lamm gesagt: „Darum dass seine Seele gearbeitet hat, wird er seine Lust sehen und die Fülle haben“. Hier ist verborgene Arbeit und offenbare Frucht. Die Nachfolger des Lammes können solche Arbeit tun, weil sie am liebsten verborgen sind, und weil sie als Jesu Nachfolger ein Hirtenherz haben. Jesus gab sein Leben zum Schuldopfer (Jes. 53:10), das heißt, er stellte sich unter die Schuld der Menschen und trug sie, als ob es seine Schuld wäre. So haben es auch Esra, Nehemia und Daniel gemacht.