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Wie Howard Gray erlöst wurde

Seine göttliche Kraft hat uns alles geschenkt durch die Erkenntnis Jesu Christi, so sagt der Apostel. Das Wort „Erkenntnis“ bezeichnet aber nicht, wie man nach dem heutigen Sprachgebrauch denken könnte, eine Sache unseres Verstandes, sondern die innigste Gemeinschaft und Verbindung. So gebraucht die Schrift dies Wort für die innige Lebens- und Liebesgemeinschaft zwischen Mann und Frau. So heißt es auch hier. Die Gesamtheit der Kraft Gottes ist uns geschenkt durch die lebendige Verbindung mit Jesus, denn er ist es, der uns berufen hat durch seine Herrlichkeit und Tugend. Wir treten in diese lebendige Verbindung mit dem Herrn durch den Glauben. Und wir bleiben nur durch den Glauben darin.

Wie ist dein Leben bisher verlaufen? Zuweilen warst du in Verbindung mit Gott, dann hattest du Friede und Freude, dann strömte seine Kraft und sein Leben dir zu. Aber dann kamen auch wieder Zeiten, wo die Verbindung mit dem Herrn unterbrochen wurde. Dann war der Friede gestört und keine Kraft war da. Wie kam das? Der erste Grund ist der: Im Herzen steckt noch irgendeine Liebe zur Sünde, noch irgendein Hang, eine Lust, die sich nach Verwirklichung sehnen. Dadurch wurde die Verbindung mit Gott unterbrochen. Das ist unausbleiblich. Da gibt es nur ein Mittel: Das Blut Jesu Christi macht uns rein von aller Sünde.

Der Grund, warum die Gemeinschaft mit Gott unterbrochen wurde, kann auch ein anderer sein. Du hast noch nicht recht gelernt, was Glauben eigentlich ist. Es ist eine sehr einfache, aber eine sehr wichtige Lektion, die ich dich bitten möchte, dir fest einzuprägen: Glauben heißt mit Gott rechnen. Als David den Kampf mit dem Riesen Goliath aufnahm, da rechnete er mit Gott, vertraute auf seine Kraft und Macht und wurde Sieger. Wir haben auch zu kämpfen, denn es gibt einen Riesen, der schlimmer ist als Goliath – der Teufel mit all seiner Macht und Listen. Da wird dir angst und bange. Da wirst du mutlos und verzagt – und die Verbindung wird unterbrochen. Verzagen ist das Gegenteil von Vertrauen. Verzagen betrübt Gott. Verzagen ist Abfall. Rechne nicht mit der Stärke des Feindes, rechne mit Gott.

Ach, wie viele Gotteskinder blicken auf den Feind und verzagen. Sie sagen: „Es ist unmöglich, einen göttlichen Wandel zu führen. Der Teufel ist zu mächtig und zu listig.“ Sie glauben also, dass der Teufel mehr kann als der Herr Jesus, wo doch der Herr versprochen hat, uns zu bewahren. Ich hörte einen Gottesmann sagen: „Es heißt geradezu an den Teufel gläubig werden, wenn man sagt, man kann nicht ohne Sünden leben oder keinen göttlichen Wandel führen.“ Man rechnet mit den Teufel und seiner Macht, aber mit dem lebendigen, treuen Gott rechnet man nicht. Willst du es nicht lernen, in allen Lagen des Lebens mit Gott rechnen? Es gibt keine Schwierigkeit, in der er nicht Rat wüsste. Es gibt keine Not, der er nicht gewachsen wäre. Man kann in allen Lagen und Fragen mit Gott rechnen. Es lohnt sich. Er enttäuscht uns nie. Denn seine Macht hat ebensowenig eine Schranke oder Grenze wie seine Liebe. Du glaubst es nicht, dass es dir gelingen wird, einen göttlichen Wandel zu führen? Du kannst es dir nicht zutrauen? Das hast du auch nicht nötig. Du sollst es dem Herrn zutrauen. Rechne nicht mit deiner Kraft, rechne mit Gott. Die mit ihrer Kraft rechnen, werden ebenso zuschanden wie die, welche mit ihrer Schwäche rechnen. Wieder andere rechnen mit den ungünstigen Verhältnissen, mit unangenehmen und unbequemen Menschen. Das alles hat gar keinen Zweck und Wert. Wir wollen jeden Augenblick einzig und allein mit Gott rechnen. Gott ist treu. Er hält sein Wort. Gewiss kommen Proben, Versuchungen, Schwierigkeiten; aber der Glaube siegt in solchen kritischen Lagen. Schaue nicht auf die Schwierigkeiten, sondern schaue auf Gott. Der Gläubige weiß, dass Gott durch die größten Schwierigkeiten nicht eingeschränkt wird und dass die Schwierigkeiten nur dazu da sind, dass wir neue Erfahrungen mit seiner Treue und Stärke machen.

„Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt.“ Da steht doch geschrieben „alle Dinge“, also gibt es für einen Gläubigen, der sich auf göttlichen Wegen bewegt, gar keine Unmöglichkeiten mehr. Willst du das glauben? Deine Bibel sagt es. Lerne mit Gott rechnen. Lerne deinem Gott alles zuzutrauen, auch dies, dass er dich heilig und unsträflich bewahren kann, bewahren will und bewahren wird bis auf den Tag Jesu Christi. Du hast es ihm noch nie zugetraut, darum hast du es auch noch nicht erfahren. Rechne nicht mehr mit deiner Untüchtigkeit, rechne nicht mehr mit der Macht des Teufels und mit den Schwierigkeiten deiner Lage, sondern rechne allein mit Gott. Rechne heute mit Gott, rechne morgen mit Gott, rechne immer mit Gott. So kannst du einen göttlichen Wandel führen. So steht es geschrieben.

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